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Auf der Suche nach Gott 1

 

 

Die Geologie ist die

Autobiographie der Erde;

wie alle Autobiographien,

geht sie aber nicht

bis zu den Anfängen zurück.

Sir Charles Lyell

  

Kapitel 1

Gibt es wirklich einen Gott?  

Es gab sicher Zeiten in Ihrem Leben, in denen Ihnen alles so düster erschien, dass Sie nicht nur an der Liebe Gottes zweifelten, sondern auch Seine Existenz selbst in Frage stellten.

In der Bibel wird die Existenz Gottes weder erklärt noch bewiesen. Sie wird einfach vorausgesetzt. Im ersten Satz der Bibel heißt es: »Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.« (1. Mose 1,1) Dieses gewaltige Wort ist so einfach wie tiefgründig. Es sagt aus, dass Gott existiert, und dass Er der Schöpfer des Weltalls ist.

Vor vielen Jahren war meine Frau als Oberschwester in einer der angesehensten Kliniken Europas tätig. Ein führender Psychiater, der sich als Atheist bezeichnete, stellte Dorothy eines Tages Fragen zu ihrem Glauben.

»Herr Doktor«, entgegnete sie, »Sie wissen, dass ich Sie als Kapazität auf Ihrem Gebiet sehr respektiere. Sie sind ein angesehener Hochschuldozent und unter den Ärzten wird Ihr Name in weiten Kreisen sehr geschätzt. Vielleicht darf ich Ihnen vorschlagen, dass Sie, ehe Sie sich wieder Atheist nennen, die Bibel mit dem gleichen Eifer lesen, mit dem Sie auch Ihre psychiatrische Forschung betreiben.«

Dann erinnerte sie ihn an einige seiner Patienten, die kürzlich aus der Station für chronische Kranke entlassen worden waren, und zwar aufgrund der wunderbaren von Gott gewirkten Veränderung ihres Zustandes, die durch Gottes Kraft verursacht worden waren. Sie konnte ihm einen oder zwei nennen, bei denen die Wende so erstaunlich war, dass sie wieder aktiv im Leben standen. Dorothy erklärte ihm dann, wie jeder dieser Patienten Gott ganz persönlich und direkt kennen gelernt hatte. Der Arzt war sich völlig im Klaren darüber, dass selbst die neuesten psychiatrischen Methoden bei diesen Patienten keine Wirkung gezeigt hatten. Weder als Atheist noch als Psychiater konnte er sich diese erstaunlichen Veränderungen in ihrem Leben erklären.

Der Arzt, der eben noch Dorothy zu verstehen gegeben hatte, dass er nicht an Gott glaube, beendete das Gespräch mit der Bitte, für ihn zu beten! Er versprach auch, dass er zum ersten Mal in seinem Leben anfangen würde, die Bibel unvoreingenommen zu lesen.

Nach sieben Wochen gründlichen Lesens sagte der Psychiater Dorothy, dass er sich nicht länger Atheist nenne. Es gäbe für ihn aber immer noch eine große Schwierigkeit: Er habe nämlich erkannt, dass eine echte Hingabe an Gott auch eine Änderung der Lebensgewohnheiten erfordert. »Es ist mir kein intellektuelles Problem mehr,« gab er zu, »aber ich bin nicht gewillt, die Änderungen zu akzeptieren, die eintreten würden, wenn ich ein überzeugter Christ werden sollte.«

Nachdem wir für diesen Bekannten zehn Jahre gebetet hatten, erhielten wir einen Brief, in dem er uns von seinem neu gefundenen Glauben und seiner persönlichen Bindung an Gott berichtete. Wir waren überglücklich, aber nicht allzu überrascht, weil wir wussten: »So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.« (Römer 10,17)

Um einem jeden von uns zu helfen, Ihn kennen zu lernen, hat Gott ein tiefes Wissen um Seine Existenz in uns gelegt.

Manche Menschen mögen es vorziehen, nicht an Gott zu glauben; es hat aber noch nie ein Mensch auf dieser Erde gelebt, dem es nicht möglich gewesen wäre, an Gott zu glauben.

Selbst in die uns umgebende sichtbare Welt hat Gott viele Beweise Seiner Existenz hineingelegt. Je tiefer die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts in die Geheimnisse des Weltalls eindringt, desto unvernünftiger ist es, darauf zu bestehen, dass alles ohne einen Schöpfer geschaffen wurde. Niemand würde je behaupten, dass ein Raumschiff ohne die schöpferische Zusammenarbeit von Konstrukteuren, Mathematikern und Mechanikern ins Weltall aufsteigen, die Erde umkreisen und zu einem geplanten Zeitpunkt an einem vorbestimmten Ort landen könnte. Ebenso könnten Sonnenuntergänge und Jahreszeiten, Milchstraßen und Atome, die Schwerkraft und die Macht der Liebe niemals ohne die Planung und Gestaltung eines Schöpfergottes existieren. Es ist viel schwerer zu glauben, dass die Schöpfung durch einen »Urknall« entstanden ist, als an Gott den Schöpfer zu glauben. Nichts kann geschaffen werden, wenn nicht zuallererst einer da ist, der plant und entwirft.

Selbst jene Regierung, die nach ihrer Ideologie die Existenz Gottes verneinte, gab doch jedes Mal, wenn sie einen Kosmonauten in den Weltraum schickte, ihrer Überzeugung Ausdruck, dass die Welt einer festen Gesetzlichkeit und Ordnung unterliegen müsse. Und nur im Akzeptieren dieser Ordnung war es den Kosmonauten möglich, sicher zur Erde zurückzukehren. Ist es da nicht merkwürdig, dass dieselben Menschen, die sich auf die Naturgesetze verlassen, gleichzeitig die Existenz eines Gesetzgebers, eines höchsten Planers ablehnen?

Wir sind uns alle der entsetzlich zerstörerischen Kraft bewusst, die freigesetzt wird, wenn eine Atombombe explodiert. Zum Vergleich hat man errechnet, dass die Sonne jede Sekunde soviel Energie abgibt, wie die Gesamtenergie von 5.000 Milliarden Atombomben. Im Verhältnis zu anderen Gestirnen, die Energie ausstrahlen, ist unsere Sonne nicht sehr groß. Und selbst heute wissen wir noch nicht, wie viele Sterne es im Weltall gibt. Obgleich man von Milliarden spricht, mögen diese nur ein Teil des uns unbekannten Weltraums sein. Heute wissen die Astronomen sogar, dass die freigesetzte Energie einiger Milchstraßen milliardenfach größer ist als die der Sonne selbst! Wie kann so viel Energie existieren, wenn es nicht einen Schöpfer gibt, dessen Macht unendlich ist?

In der Tat, die Schöpfung macht uns mit einem Gott des Planens und Erschaffens, einem Gott gesetzmäßiger Ordnung und unendlicher Macht bekannt. Die Bibel drückt das so aus:


Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus über die ganze Erde und bis an das Ende der Welt ihre Sprache. (Psalm 19, 2-5)

»Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben.« (Römer 1,20)


Es gibt also keine Entschuldigung für die Verneinung der Existenz Gottes.


Bei dem Gedanken an die von Gott geschaffene Unermesslichkeit, Gesetzmäßigkeit und Energie werden sich viele Menschen ihrer Vergänglichkeit und Unwichtigkeit bewusst.

König David von Israel drückt diese Empfindung so aus:

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? (Psalm 8,4.5)


Heute ist unser Wissen über die Sternenwelt viel größer, da riesige Teleskope unser Bild des Universums um das Fünfhunderttausendfache erweitert haben, und Satelliten auf ihrer Reise durch den Weltraum Bilder zum Planeten Erde zurücksenden. Von all diesem sehr beeindruckt, stellen wir uns vielleicht mit David die Frage: »Wie kann sich Gott, der dies alles geschaffen hat, für  mich kleines Wesen interessieren?«

Das Zeitalter des Teleskops ist aber glücklicherweise auch das Zeitalter des Mikroskops. Heute wissen wir, dass jene Miniaturwelt, die sich durch das Mikroskop erschließt, genauso unfassbar ist wie die Unermesslichkeit des Weltraums. Licht allein genügt nicht, um die Geheimnisse dieses mikroskopischen Bereichs zu enthüllen. Was beim herkömmlichen Labormikroskop dem Auge des Wissenschaftlers entgeht, kann vom Elektronenmikroskop erfasst werden, das Schönheit, Entwurf, Gesetzmäßigkeit und Kraft aufdeckt, die alle in dieser unendlich winzigen Welt enthalten sind.

Wenn Sie sich also je fragen sollten, ob Gott an jemanden denkt, der so klein und unwichtig ist wie Sie oder ich, dann hören Sie einmal, was uns der Atomphysiker zu sagen hat, dass nämlich auch das Allerkleinste wichtig für die Erhaltung des gesamten Universums ist. Würde man zwischen Neutronen und Protonen einen Abstand von zwei Trillionstel Millimetern schaffen, dann verbände sich die Materie nicht länger zu einer festen Masse und die Welt würde in einer kosmischen Atomexplosion auseinander bersten. Für den Gott der Schöpfung ist also »Großes« nicht wichtiger als »Kleines«.

Es ist tröstend zu wissen, dass bei der Frage, »Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?«, nicht die Größe des Menschen seinen Wert bestimmt. Im Gegenteil, unser individueller Wert bei Gott hängt von ganz anderen Faktoren ab. Gott hat uns gezeigt, warum wir Ihm wertvoll sind und wie kostbar wir in Seinen Augen sind. Obwohl die Schöpfung selbst auf einen Gott des Planens und Erschaffens, der Gesetzmäßigkeit und Macht hindeutet, so hat Er doch einen anderen Weg gewählt sich zu offenbaren, nämlich den der    Liebe und Gnade, als der Gott, der einzig und allein unser Bestes im Auge hat. Aber um diesen Gott zu finden, ist es unbedingt notwendig, dass Sie einen geistlichen Wegweiser haben, der in jeder Beziehung verlässlich ist.


         Zum Nachdenken

1.Wenn Sie eine Handvoll Eisenspäne in die Luft werfen, erwarten Sie dann, dass eine Schweizer Uhr herunterfällt?
 

2. Kann das Universum mit seiner wunderbaren und komplexen Struktur ohne einen Schöpfer zufällig entstanden sein?
 

 3. Obwohl »die Schöpfung« Sie auf einen Schöpfer hinweisen kann, der sich als ein Gott des Entwurfs, der Gesetzmäßigkeit und der Macht gezeigt hat, so bleibt doch die Frage, ob die Schöpfung ausreicht, Ihnen ein Verständnis für die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu vermitteln.

 

 

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