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Auf der Suche nach Gott 10
Es gibt NICHTS - keinen Umstand,
keine Schwierigkeit, keine Versuchung - was mich je berühren könnte, was nicht zuerst an Gott und an Christus vorbei muss, ehe es mich dann erreicht. Wenn es von so weit gekommen ist, dann ist es auch mit einer besonderen Absicht gekommen, die ich im Augenblick nicht erkennen mag.
Wie ich mich aber weigere, in Panik auszubrechen, wie ich meine Augen zu Seinen aufhebe und es als vom Throne Gottes kommend sehe, zu einem besonderen mir das Herz segnenden Zweck, dann werden mich keine Sorgen je beunruhigen, keine Versuchung wird mich je wehrlos machen, kein Umstand wird mich aufregen - denn ich ruhe in der Freude zu wissen, was und wer der Herr Jesus ist. Das ist der Sieg des Glaubens.
Alan Redpath
Kapitel 10
Was jetzt?
Das Heil ist absolut gratis! Es gibt nichts, was jemand tun könnte, um es sich zu verdienen. Jesus macht alles.
Wie Sie vom Herzen das vorgeschlagene Gebet (oder etwas mit ähnlichem Inhalt) gebetet haben, hat Sie Ihr Glaube an Christus zu einem wahren Kind Gottes gemacht.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. (Johannes 1,12)
Sicherlich werden Sie jetzt fragen: »Was kommt jetzt?«
Kurz bevor Jesus die Jünger verließ, um Seine Aufgabe, den Tod zu besiegen, zu erfüllen und dann in den Himmel zurückzukehren, sagte Er: »Bleibt in mir und ich in euch«. (Johannes 15,4) Mit diesen Worten erklärte Jesus den Kern christlichen Lebens. Aus Gottes Perspektive bleibt der Gläubige in Seinem Sohn, um dort bis zu seiner sicheren Ankunft im Himmel behütet und beschützt zu werden.
Weil nun der auferstandene Heiland in den wahrhaft Gläubigen wohnt, werden ihre Familien, Freunde und Kollegen Kontakt mit einer Lebensqualität haben, die sich nur auf Grund des innewohnenden Christus erklären lässt.
Stellen Sie sich einen Schürhaken im Feuer vor. Wenn Sie ihn sehen, könnten Sie sagen, »der Schürhaken ist im Feuer«; wenn Sie genauer hinsehen, stellen Sie fest, dass der Schürhaken selbst glühend rot ist, und dann wäre es auch ganz richtig zu sagen, »das Feuer ist im Schürhaken!« Oder, ganz ähnlich, stellen Sie sich eine Tasse vor, die in einen Eimer mit Wasser getaucht wird. Die Tasse ist im Wasser, aber das Wasser ist auch in der Tasse!
Als Sie wieder geboren wurden, hat Sie der Heilige Geist tatsächlich in den Körper Christi »getauft« (eingetaucht). Die Bibel bestätigt das, »euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.« (Kolosser 3,3) Ja, weil Sie wiedergeboren sind, sind Sie jetzt in Christus. Wie wunderbar! Als Sie wiedergeboren wurden, wurde das innewohnende Leben des auferstandenen Christus durch den heiligen Geist zu einer persönlichen und glorreichen Wirklichkeit. Jetzt können Sie frohlocken, dass es heißt: »Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.« (Kolosser 1,27) Tatsächlich, weil Sie wieder- geboren sind, lebt der auferstandene Christus jetzt in Ihnen. Wie wunderbar!
Schauen wir uns
jetzt einmal genauer an, was die Bibel bezüglich der befreienden
Wirkung dieser Doppelwahrheit - ich in Christus, Christus in mir - zu
sagen hat.
Ich in Christus
Denn wir sind
durch einen Geist alle zu einem Leib getauft. (1. Korinther 12,13)
Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft
sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben
durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den
Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben
wandeln. (Römer 6,3.4)
Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. (Kolosser 3,3)
Vor einigen Jahren kannte ich einen kleinen Jungen, der Blutkrebs hatte. Er war damals erst sieben. Alle drei Monate musste er zum Arzt, um eine Injektion ins Rückenmark zu bekommen. Bei einem dieser Besuche wollte der Arzt von Daryl wissen, warum er nicht weine wie andere Jungen und Mädchen, wenn ihm die Nadel ins Rückgrat stach. »Tut es nicht weh?«, fragte der Arzt. »O ja, es tut weh«, antwortete Daryl, »aber Sie wissen das nicht, Herr Doktor, die Nadel muss erst durch die Hand Jesu gehen, ehe sie mich berührt.« Weil Sie jetzt in Christus sind, ist es wunderbar zu wissen, dass Er allem, was Sie berührt und in Versuchung bringt, gewachsen ist. Das ist Glaube!
Genauso, wie Sie Jesus als Herrn im Glauben angenommen haben, so können Sie auch für sich in Anspruch nehmen, dass Jesus für jede Anforderung des Lebens ausreicht. Es ist das gleiche Glaubensprinzip. Mit anderen Worten, Ihre erste Glaubenshandlung hat Ihnen die Tür geöffnet, eine andauernde Glaubenshaltung einzunehmen. »Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm.« (Kolosser 2,6)
Obwohl Sie wieder geboren sind, erwartet Gott nicht von Ihnen, einfach das Leben Jesu nachzuahmen. Dies zu versuchen, hat Millionen von Christen total frustriert, - es war ja auch immer erfolglos. Aber Gott sagt uns, was Er so wunderbar für unser Leben als Christ bereithält. Wir sind schon in Christus gestorben. Und in Christus tot zu sein, heißt jeder Forderung und Verurteilung des Gesetzes gegenüber tot zu sein. Darum, und das trifft auf die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft zu, sind wir auch tot in Bezug auf die Hoffnung, dass unsere Bemühungen die Forderungen des Gesetzes je erfüllen. Ja, wir sind jedem Anflug von Selbstvertrauen gegenüber, dass wir ein geistliches Leben führen könnten, tot. Aber Gott sei gepriesen, wir leben auf wunderbare Weise in all der beschützenden und befähigenden Kraft des auferstandenen Jesus Christus!
Problematisch wird es, wenn wir uns bemühen, die Versuchungen und den Stress des Lebens selbst zu meistern. Der neu Bekehrte findet das schon ganz alleine heraus, dass er das christliche Leben nach seiner Wiedergeburt genauso wenig leben kann wie vorher. Uns hiervor warnend hat Jesus ganz deutlich gesagt: »... denn ohne mich könnt ihr nichts tun«. (Johannes15,5)
Sich über die Torheit des Selbstbemühens auslassend hat der Apostel Paulus tatsächlich recht scharfe Worte, die er den Gläubigen in Galatien sagt. Da sie der Grundforderung, aus dem Glauben zu leben, den Rücken gekehrt haben und Paulus sie wieder auf den rechten Weg bringen möchte, stellt er ihnen eine rhetorische Frage, die so formuliert war, dass ihre Antwort selbstverständlich war:
»Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?« (Galater 3,2)
Natürlich hatten sie ihr neues Leben im Geist angefangen - wie auch Sie - durch einen Akt des Glaubens. Und es ist nur durch denselben, von Jesus abhängigen Glauben, dass Sie hoffen können, zu »herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus«. (Römer 5,17)
In Galatien war leider die Vitalität abhängigen Glaubens durch die Unfruchtbarkeit gesetzlicher Selbstbemühung ersetzt worden. Aber Gott sei Dank, dass die traurige Situation in Galatien keineswegs Ihre Erfahrung zu sein braucht, wenn Sie dabei bleiben, in Abhängigkeit von Ihrem neu gefundenen Herrn zu leben.
Christus in mir
Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. (Galater 2,20)
Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (Römer 8,10.11)
Denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. (Kolosser 1,27)
... dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne. (Epheser 3,17)
Sie können Ihrem Glauben, der von dem Leben Christi in Ihnen abhängig ist, Ausdruck verleihen, indem Sie sagen: »Ich danke Dir, Herr Jesus; Du bist all das, was ich nicht bin. Ich gebe Dir die Erlaubnis, das was Du bist, in mir und durch mich zu sein!« Wie erstaunlich das auch ist, Gott hat die Verantwortung für das Gelingen Ihres Lebens einem anderen übertragen, nämlich Jesus Christus! Jesus ist der Einzige, der auf die Versuchungen Ihres Lebens und auch bei den positiven Gelegenheiten, die ganz bestimmt auf Sie zukommen, die richtige Antwort hat. Es ist möglich, ein »Theologe« ohne Christus zu sein, es ist möglich ein »Prediger« ohne Christus zu sein, es ist möglich ein »Missionar« ohne Christus zu sein, es ist aber nicht möglich, ein »Christ« zu sein, wenn Christus nicht in Ihrem Herzen wohnt.
Da Jesus der Einzige ist, der wirklich das christliche Leben leben kann, hat Er in Seinem Geist auf wunderbare Weise in Ihrem Herzen Wohnung bezogen. Jetzt kann Er durch Sie das tun, was Sie nie für sich selbst tun können. Er, der rein ist, ist Ihre Reinheit in einer Welt der Unmoral; Er, der Sieger ist, ist Ihr Sieg in einer Welt der Versuchung; Er, der die Liebe ist, ist Ihre Liebe in einer Welt des Egoismus. Er, der »die Wiederauferstehung und das Leben« ist, ist jetzt Ihr ganz persönliches christliches Leben.
Wie Sie jetzt Ihr Leben demütig dem Herrn Jesus zur Verfügung stellen, der gekommen ist, »zu suchen und selig zu machen, was verloren ist« (Lukas 19,10), können Sie damit rechnen, dass Er durch Sie verlorene Seelen sucht und rettet! Das Leben wird richtig aufregend, wenn Gläubige entdecken, dass sie Kanäle des Lebens zu anderen sind.
Vergessen Sie nie, obwohl Jesus in den Himmel zurückgekehrt ist, hat Er sich auf keinen Fall von Ihnen zurückgezogen. Bevor Er seine Jünger auf dieser Erde zurückließ, sagte Er zu ihnen:
Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. (Johannes 14,19.20)
Vielleicht werden Sie jetzt fragen: »Wie kann das alles, was Gott mir in Jesus Christus gegeben hat, in meinem Leben wirklich und praktisch werden?« Eine gute Frage. Sie berücksichtigt die große Kluft, die zwischen Vernunfts- und Erfahrungsglauben besteht. Diese Frage lässt auch auf Ihr großes Verlangen nach einem funktionierenden Glauben schließen. Die Antwort hierauf ist, dass das Leben Christi als Antwort auf das Danksagen des Gläubigen freigesetzt wird. Der wahre Glaube sagt immer: »Ich danke Dir«.
Die beste Möglichkeit, zum Beispiel, Ihren rettenden Glauben an Christus auszudrücken, ist Ihm zu danken, dass Ihnen Ihre Sünden vergeben wurden. Jetzt können Sie Ihm auch dafür danken, dass Er Ihnen genau das sein wird, was Sie in der Zeit der Not brauchen. »Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen.« (Hebräer 11,6) Da Sie Ihm Freude machen wollen, führen Sie ein Leben des Glaubens. Dies verbindet sich mit Ihrer unablässigen Dankbarkeit dafür, dass Jesus jeder Situation gewachsen ist.
Als Petrus an Christen schrieb, die wegen Ihrer Treue zu Jesus Christus Verfolgung leiden mussten, ermahnte er sie: »... haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig«. (1. Petrus 3,15 Rev. Elberfelder) Darin liegt Gottes offenes Geheimnis, wie man mit dem Leben fertig wird, auch wenn man seines Glaubens wegen verfolgt wird. Achten Sie darauf, dass Jesus Herr Ihres Lebens ist.
Sie mögen sich vielleicht daran erinnern, dass einer der Namen Gottes im Alten Testament »Adonai« ist. Adonai bedeutet Herr, wie es ein Sklave sagen würde. Mit dieser Bedeutung von »Herr« wird es auch von Petrus gebraucht, wenn er schreibt, »haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig.«
Wenn der Herr Jesus Herr Ihres Lebens ist, werden Sie Seine dauernde Gegenwart genießen. Erst dann sind Sie richtig frei, Ihm Ihre täglichen Bemühungen und Möglichkeiten anzuvertrauen. Der Liederdichter George Matheson schreibt hierzu:
Nimm mich gefangen, Herr,
Dann werd ich frei;
Nimm mir mein Schwert,
Damit ich Sieger sei.
Im Gegensatz zu dem, was allgemein als Freiheit angesehen wird, findet man echte Freiheit nicht in dem Recht, das zu tun, was man möchte, es ist vielmehr die Kraft, das zu tun, was man soll! Denken Sie an die Worte des Apostel Paulus: »ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht«. (Philipper 4,13)
Während der Erweckung im Jahr 1859 in Nordirland kamen Tausende zu Christus. Diese Neubekehrten drückten Christus ihre persönliche und ernst gemeinte Verpflichtung aus, indem Sie eine »Glaubensverpflichtung« sangen. Damals machten so viele Leute eine ihr Leben verändernde Erfahrung mit dem auferstandenen Herrn, dass sich das moralische Klima des Landes von Grund auf veränderte.
Obwohl man sich mit dem Unterschreiben eines solchen Dokumentes kein Verdienst erwirbt, so wäre es für Sie sicher eine Hilfe, Ihre Antwort an Gott zu bestätigen, indem Sie die Glaubensverpflichtung auf Seite 152 unterschreiben.
Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unseren Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Hebräer 13,20.21)
Ein Brief aus Ungarn
„Herzlichen Dank für die Zusendung der Bibel und des Buches von Richard A. Bennett:.
„Ich habe das Buch durchgelesen und jede Schriftstelle in der Bibel nachgeschlagen.
„
Auf der Suche nach Gott
hilft
mir sehr zu
klären,
was ich glauben soll und warum ich glauben soll. Jetzt
bin ich gläubig und mit Hilfe dieses Buches eine für mein
ganzes Leben gültige Glaubensverpflichtung eingegangen.“
Übersetzt und eingereicht von Trans World Radio